Studentenverbindung – Was ist das?

Studentenverbindungen sind Organisationen, in der aktuelle und ehemaliger Studenten sind, die versuchen, alte Traditionen zu bewahren. Mit der Zeit haben sich verschiedene Verbindungstypen herausgebildet, die aber meistens zwei Punkte gemeinsam haben: das Lebensbundprinzip (man ist ein Leben lang Mitglied der Studentenverbindung) und das Conventsprinzip (alle Entscheidungen werden demokratisch bei Conventen beschlossen).

Verbindungen lassen sich in zwei Teilvereine einteilen: die Aktivitas (hier sind alle studierenden Mitglieder zusammengefasst) und die Altherrenschaft/Hohedamenschaft (hier treten die aktiven Mitglieder nach Abschluss ihres Studiums ein).

Wenn die Korporation über ein eigenes Haus verfügt, oder plant ein solches zu Erwerben wird i.d.R. ein dritter Teilverein (Hausbauverein) gegründet, in dem alle Mitglieder der beiden anderen Vereine ebenfalls Mitglied sind.

Studentenverbindungen kann man nach außen hin an ihren Farben erkenn, welche die Prinzipien der Verbindung repräsentieren. Es gibt farbentragende Verbindungen, welche ihre Farben als Band und Mütze zeigen und farbenführende Verbindungen, welche zwar Farben hat, aber weder Band noch Mütze trägt und diese nur in Form von Zipfeln oder Farbnadeln zeigt. Jede Verbindung hat einen Zirkel, ein Monogramm, das für den Namen der Verbindung steht.

Allen Korporationen sind bestimmte traditionelle Verhaltensformen der sogenannte Comment eigen. Der Comment ritualisiert in gewissem Umfang den Umgang miteinander. Er prägt vor allen Dingen auch die Sprache der Studenten, wobei bestimmte Begriffe mit der fortschreitenden Akademisierung der Gesellschaft mehr und mehr in die Alltagssprache übergehen.

Heute sind vorallem Kneipe und Kommers Ausdruck der couleurstudentischen Tradition. Hier gelten die Regeln des Comment im größten Umfang. Hier wird auch in besonderem Umfang des studentische/traditionelle Liedgut gepflegt.